(WAZ 29.4.2004 / LOKALAUSGABE / ESSEN)
Entwicklung rund um den Burgplatz
Von Andreas Heinrich
Wer weiß, wie mühsam und oft langsam
städtische Entscheidungen fallen und
realisiert werden, kann am Burgplatz nur
staunen: Das ist rasant. Und mal wieder
fungiert Kultur quasi als Auftraggeber, als
Arbeitsplatzbeschaffer wie zuvor an der
Lichtburg, am Dom, am Folkwang Museum, an der
Philharmonie, auf Zollverein.
Viel wurde und wird über die Innenstadt
gemeckert. Manches davon mag zu Recht
geschehen. Aber gerade in den letzten Jahren
muss man auch anerkennen, dass viel Positives
entstanden ist: rund ums Grillo-Theater, am
Kennedyplatz und gerade am Burgplatz.
Der traditionsreiche Ort zwischen Dom und
Gymnasium erhält endlich wieder die
städtebauliche Wertschätzung, die er verdient.
Es wird ein schöner Platz werden in einem
eindrucksvollen Ensemble. Ein Platz zum
Verweilen, zum Genießen. Das ist gut für die
City, in der längst nicht jede Platzgestaltung
gelungen ist.
Die City-Belebung hat eingesetzt, zumindest
tagsüber. Mit der VHS wird das zunehmen,
hoffentlich auch abends. Wobei ein Problem
sich auftun könnte: Über Parkplätze verfügt
die VHS am Burgplatz nicht. Und der ÖPNV hält
nicht vor der Tür wie jetzt. Das Parken in
Parkhäusern aber könnte manchen Kurs arg
verteuern.