"Israelische und jüdische Identität(en)" - Vortrag im #vhsdigisalon am 20. Mai / Teilnahme kostenlos

Seit 73 Jahren existiert der Staat Israel. Hat sich inzwischen eine besondere israelische Identität herausgebildet?, fragt der ehemalige Leiter des ARD-Studios Tel Aviv Richard Chaim Schneider am 20. Mai im #vhsdigisalon.

Seit 73 Jahren existiert der Staat Israel. Hat sich inzwischen eine besondere israelische Identität herausgebildet? Geprägt durch die Erfahrung der Kriege und die Kultur des Neuhebräischen? Unterscheidet sich diese Identität heute von einer europäischen jüdischen? Während 1939 die jiddischsprachigen osteuropäischen Juden die Mehrheit ausgemacht hatten, gibt es diese heute nicht mehr.

Nach Israel sind viele Juden aus Nordafrika und dem Nahen Osten zugewandert. Sie sprachen Arabisch, Berberisch oder Kurdisch. Politisch setzen sie sich nach 1977 unter der Likkud-Partei mit Menachem Begin durch.

Die mit 1.4 Millionen Menschen heute kleine europäische jüdische Diaspora sieht ein sich immer mehr veränderndes Israel. Zum Beispiel fanden einige tausend Juden aus Frankreich ihren Weg nach Isreal. In Tel Aviv spricht man heute viel Französisch. Jiddisch ist hingegen nur noch selten ein gemeinsames Band. Kann man von einer wachsenden Entfremdung sprechen?

Junge Israelis ziehen gleichzeitig nach Berlin: Warum? Was suchen sie dort? Ist dies was Definitives oder eine Modeerscheinung? Israelis interessieren sich selten für jüdische Gemeinden in Europa, vor allem wenn  sie nicht religiös sind. Ist eine israelische Diaspora entstanden? Kann sich diese über Generationen halten?

Zur Person: Richard Chaim Schneider ist als Kind ungarischer Schoah-Überlebender in München aufgewachsen. Er hat seit 1987 für den Bayerischen Rundfunk, den WDR, NDR und andere als Dokumentarfilmer gearbeitet und war von 2006-2015 Leiter des ARD-Studios Tel Aviv. Er ist heute Editor at large bei der ARD German TV und auch freischaffend ein viel gefragter Referent im gesamten deutschsprachigen Raum.

In Kooperation mit der Alten Synagoge Essen.

Literatur: Alltag im Ausnahmezustand. Mein Blick auf Israel, Random House: München 2018, 304 Seiten.

Anmeldemöglichkeit unter https://vhs.link/juedischeidentitaet

Weitere Informationen unter www.vhs-essen.de

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Alte Synagoge Essen - Haus jüdischer Kultur. (c) Peter Prengel, Stadt Essen