Reden von morgen: Zukunft ohne Angst. Ein Gespräch mit Isabella Hermann
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Und täglich grüßt der Weltuntergang. Im Fernsehen, im Kino, in den sozialen Medien. Die Apokalypse ist zur Dauerschleife geworden, ein verlässlicher Begleiter durch unseren Alltag. Isabella Hermann findet das ermüdend. In unserer Gesprächsreihe „Reden von morgen“ stellt die Politikwissenschaftlerin eine verblüffende Gegenbewegung vor: Anti-Dystopien, die aus dem Schutt der alten Ordnung etwas Neues entstehen lassen.
In ihrem aktuellen Buch „Zukunft ohne Angst. Wie Anti-Dystopien neue Perspektiven eröffnen“ (oekom Verlag) trifft Isabella Hermann einen politischen Kern. Während uns der Katastrophendiskurs in eine Art kollektive Lähmung versetzt, experimentieren Anti-Dystopien mit praktischen Auswegen. Ihre Protagonisten warten nicht auf Rettung von oben. Sie organisieren Nachbarschaften neu, erfinden alternative Wirtschaftsformen, praktizieren radikale Solidarität. Das ist keine Sozialromantik, sondern harte politische Arbeit im narrativen Gewand. Hermann zeigt, wie diese Geschichten zu Werkzeugen gesellschaftlicher Mobilisierung werden. Darüber wollen wir in der VHS Essen mehr erfahren.
Das Gespräch zwischen Isabella Hermann und Nikolaos Georgakis (VHS Essen) dürfte einige reizvolle Wendungen nehmen. Die Frage, wie sich fiktionale Entwürfe in reale Politik übersetzen lassen, liegt schließlich schon länger auf dem Tisch – ungelöst, aber umso relevanter. Hermann bringt keine fertigen Rezepte mit nach Essen. Was sie mitbringt, ist weitaus interessanter: den Nachweis, dass überall bereits Menschen anfangen, die Grammatik des Unvermeidlichen zu korrigieren. Ein Mittag für alle, die sich weigern, den täglichen Weltuntergang als Endstation zu akzeptieren.
Über die Autorin:
Isabella Hermann ist Politikwissenschaftlerin und analysiert Science-Fiction. Sie geht der Frage nach, wie das Genre gesellschaftliche Werte reflektiert, Debatten um neue Technologien prägt, Zukunftsnarrative formt – und wie wir in dystopischen Zeiten positive Zukünfte gestalten können.
Stimmen zum Buch:
„Isabella Hermann durchmustert die Archive des dystopischen und utopischen Denkens und liefert an- und aufregende Perspektiven.“
Denis Scheck, Literaturkritiker und Übersetzer
„Utopie gilt heute als naiv, aber Isabella Hermanns Ideen zur ‚Anti-Dystopie‘ sind das Gegenteil – und vielleicht realistischer als Dystopien.“
Dietmar Dath, Schriftsteller und Journalist
„Von Ausweglosigkeit zu Mut. Dieses Buch eröffnet uns neue Blickwinkel jenseits von ‚Disaster Porn‘. Inspirierend für alle, die sich nach einem frischen Blick auf Krisen und transformierenden Ideen für eine bessere Zukunft sehnen.“
Laura Bechthold, Professorin für Technology Assessment and Cultural Management, Technische Hochschule Ingolstadt
„Endlich! Ein Buch, das Schluss macht mit Schwarzmalerei!“
Andre Berreßem, Bibliomaniacs
„Ein sehr spannender Ansatz, der genug Potenzial hat, in der Literatur- und Kulturwissenschaft, aber auch darüber hinaus für spannende Diskussionen zu sorgen!“
Mark Jungbluth, Alliteratus
„Ein Buch, das Mut macht, ohne die Realität zu verleugnen – und genau deshalb so wertvoll ist.“
Sebastian Schmitt, Quotenmeter
| Kursnr. | 261.1A028N |
| Beginn | So., 28.06.2026, 11:00 - 13:00 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort | VHS, Raum U.01 (Großer Saal) |
| Entgelt | 0,00 € |
| Kursleitung |
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| Fragen zu Anmeldung, Ermäßigung, Auskünfte zu freien Kursplätzen |
Annette Volmer +49 201 88 43102 annette.volmer@vhs.essen.de |
| Inhaltliche Beratung | Nikolaos Georgakis +49 201 88 43215 nikolaos.georgakis@vhs.essen.de |
VHS, Raum U.01 (Großer Saal)
Burgplatz 145127 Essen