Buchpräsentation: „Friedenstüchtig. Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen“ von und mit Fabian Scheidler
Anmeldung möglich
Fabian Scheidler stellt in seinem neuen Buch das Konzept der „Friedenstüchtigkeit“ vor – einen Gegenentwurf zu dem, was er als Militarisierung westlicher Politik kritisiert. Das Buch skizziert, wie Gesellschaften aus destruktiven Konfliktmustern ausbrechen könnten.
Der Autor sieht eine Transformation demokratischer Wohlfahrtsstaaten in militärisch geprägte Systeme. Jede Krise werde mit verschärften Maßnahmen beantwortet, demokratische Standards erodierten unter dem Druck als alternativlos dargestellter Sicherheitslogik. Scheidler diagnostiziert eine paradoxe Dynamik: Die Politik schaffe nach seiner Analyse ihre Feinde teilweise selbst. Was er als verweigerte Diplomatie wertet, erzeuge Konfliktanlässe; militärische Interventionen gegen Terrorismus produzierten neue Gewalt. Scheidler deutet dies als autoritären Versuch, globale Krisen zu beherrschen – einen Ansatz, der in ökonomische und politische Destabilisierung münde.
Dem stellt der Autor alternative Strategien gegenüber. Er fordert, westliche Gesellschaften müssten ihre jahrhundertelange Dominanzpolitik aufgeben. Angesichts biosphärischer Zerstörung, demokratischer Aushöhlung und weltpolitischer Umbrüche entwirft Scheidler Wege zur Entwicklung kooperativer Kulturen. Der Abend bietet Gelegenheit, diese Thesen kennenzulernen und zu diskutieren.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit attac.
Über den Referenten:
Fabian Scheidler studierte Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin und Theaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/M. Seit 2001 arbeitet er als freischaffender Autor für Printmedien, Fernsehen, Theater und Oper. 2015 erschien Fabian Scheidlers Buch „Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation“. 2017 folgte „Chaos. Das neue Zeitalter der Revolutionen“, das über mehrere Wochen in der Spiegel-Bestsellerliste Wirtschaft rangierte, und 2021 „Der Stoff, aus dem wir sind. Warum wir Natur und Gesellschaft neu denken müssen“.
| Kursnr. | 261.1A143N |
| Beginn | Do., 05.03.2026, 19:00 - 21:00 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort | VHS, Raum E.11 (Kleiner Saal) |
| Entgelt | 0,00 € |
| Kursleitung |
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| Fragen zu Anmeldung, Ermäßigung, Auskünfte zu freien Kursplätzen |
Annette Volmer +49 201 88 43102 annette.volmer@vhs.essen.de |
| Inhaltliche Beratung | Nikolaos Georgakis +49 201 88 43215 nikolaos.georgakis@vhs.essen.de |
VHS, Raum E.11 (Kleiner Saal)
Burgplatz 145127 Essen