Konrad Adenauer – ein Jahrhundert in einem Leben
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Wie behauptet sich ein Politiker durch vier deutsche Staatsformen? An Konrad Adenauers Biografie lässt sich diese Frage exemplarisch verfolgen. Sein Leben spannt sich vom Kaiserreich bis in die junge Bundesrepublik, deren Regierung er vierzehn Jahre lang führte. Der Kurs widmet sich diesem politischen Werdegang in Brüchen und Kontinuitäten.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Herkunft und Konfession auf Adenauers spätere Entscheidungen auswirkten. Geboren 1876 in einer katholischen Kölner Beamtenfamilie, trat er früh in die Zentrumspartei ein. Von 1917 bis 1933 war er Oberbürgermeister von Köln und betrieb die Wiedergründung der Universität.
1933 setzten die Nationalsozialisten Adenauer als „Weimarer Systempolitiker“ ab. Es folgte ein Jahrzehnt der Marginalisierung mit befristeten Verhaftungen; nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 wurde er im Gestapo-Gefängnis Brauweiler inhaftiert. Wie hat diese Erfahrung den späteren Bundeskanzler geformt?
Im Mai 1945 reaktivierten die Amerikaner Adenauer im Kölner Rathaus. Wenig später entließen ihn die Briten unter umstrittenen Vorwürfen. Vier Jahre darauf saß er an der Spitze einer neu gegründeten Partei und übernahm 1949 als Bundeskanzler die Regierung der jungen Bundesrepublik.
Der Kurs verbindet biografische Spurensuche mit politischer Zeitgeschichte. Diskutiert werden Adenauers Westbindungspolitik und der pragmatische Umgang mit Belasteten in den jungen Behörden. Zur Sprache kommt auch die Spiegel-Affäre von 1962, die als frühe Zerreißprobe für die bundesdeutsche Pressefreiheit gilt. Wer stützte den Kanzler, wer stellte sich ihm entgegen? Welche Entscheidungen wirken bis heute fort?
| Kursnr. | 262.1A008N |
| Beginn | Fr., 25.09.2026, 17:45 - 19:15 Uhr |
| Dauer | 12 Termine |
| Kursort | VHS, Raum 3.14 |
| Entgelt | 52,00 € |
| Kursleitung |
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| Fragen zu Anmeldung, Ermäßigung, Auskünfte zu freien Kursplätzen |
Annette Volmer +49 201 88 43102 annette.volmer@vhs.essen.de |
| Inhaltliche Beratung | Nikolaos Georgakis +49 201 88 43215 nikolaos.georgakis@vhs.essen.de |
VHS, Raum 3.14
Burgplatz 145127 Essen