Diskussion: Hass und Hetze online – Wie schützen wir unsere demokratische Debattenkultur? Das Gesetz über digitale Dienste der Europäischen Union und digitale Zivilcourage als Antworten auf Hassrede
Anmeldung möglich
Hasskommentare, persönliche Angriffe und gezielte Einschüchterung gehören längst zum Alltag in sozialen Netzwerken. Doch wo verläuft die Grenze zwischen einer kontroversen Meinungsäußerung und demokratiefeindlicher Hetze? Was geschieht mit unserer Debattenkultur, wenn Menschen aus Angst vor Anfeindungen verstummen? Und welche Möglichkeiten hat die Europäische Union, dieser Entwicklung entgegenzuwirken?
Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion steht der Digital Services Act (DSA), ein Gesetz der Europäischen Union, das Online-Plattformen stärker in die Verantwortung nimmt. Welche Pflichten haben die Plattformen beim Umgang mit rechtswidrigen Inhalten? Wie lassen sich Nutzerinnen und Nutzer schützen, ohne die Meinungsfreiheit einzuschränken? Und wie wirksam sind die europäischen Regeln im Kampf gegen Hassrede?
Über diese Fragen diskutieren Magdalena Kaffai, Juristin bei HateAid, und Prof. Dr. Marc Ziegele von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Moderiert wird die Veranstaltung von Janis Fifka, Mitglied im Speakers-Pool-Team EUROPE DIRECT der Europäischen Kommission. Diskutiert wird über die Möglichkeiten und Grenzen europäischer Plattformregulierung und das Spannungsverhältnis zwischen Meinungsfreiheit und dem Schutz von Persönlichkeitsrechten. Zur Sprache kommen dabei auch die Erfahrungen Betroffener.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, über die Zukunft unserer digitalen Debattenkultur nachzudenken: Wie können wir im Netz leidenschaftlich streiten, ohne einander die Würde abzusprechen?
Moderation: Janis Fifka (EUROPE DIRECT Speakers-Pool der EU-Kommission)
Vorkenntnisse zum Digital Services Act sind nicht erforderlich. Die wichtigsten Begriffe und Hintergründe werden zu Beginn erläutert.
Die Veranstaltung wird von der Landesinitiative Europa-Schecks des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.
Eine Veranstaltung von EUROPE DIRECT Essen in Kooperation mit der VHS Essen.
Die Podiumsdiskussion wird ergänzt durch einen praxisorientierten Workshop am Samstag, 14. November 2026, von 10:00 bis 13:00 Uhr. Konzipiert und durchgeführt von ichbinhier e.V., lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Hassrede in den sozialen Medien und in Online-Foren zu erkennen, entwickeln geeignete Kommunikationsstrategien und erfahren, wie sie problematische Inhalte auf Online-Plattformen melden können. Dabei wird auch der Digital Services Act in den Blick genommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme am Workshop setzt nicht die Teilnahme an der Podiumsdiskussion voraus.
Über EUROPE DIRECT Essen
Die Stadt Essen betreibt seit 2013 das EU-geförderte Aktions- und Informationszentrum EUROPE DIRECT Essen als Bindeglied zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Europäischen Union vor Ort. Das Zentrum veranstaltet Informations- und Diskussionsformate für verschiedene Zielgruppen – von der breiten Öffentlichkeit bis hin zu Jugendlichen und Schulklassen. Das Angebot umfasst Workshops, EU-Quiz und Podiumsdiskussionen mit Expertinnen und Experten aus Politik, Medien, Wirtschaft und Verwaltung sowie Beratungsleistungen zu EU-Themen und interaktive Aktionsstände. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.essen.de/europa.
| Kursnr. | 262.1A019N |
| Beginn | Di., 10.11.2026, 18:00 - 21:00 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort | VHS, Raum E.11 (Kleiner Saal) |
| Entgelt | 0,00 € |
| Kursleitung |
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| Fragen zu Anmeldung, Ermäßigung, Auskünfte zu freien Kursplätzen |
Annette Volmer +49 201 88 43102 annette.volmer@vhs.essen.de |
| Inhaltliche Beratung | Nikolaos Georgakis +49 201 88 43215 nikolaos.georgakis@vhs.essen.de |
VHS, Raum E.11 (Kleiner Saal)
Burgplatz 145127 Essen