„Architecton“: Filmabend und Gespräch über Architektur und Vergänglichkeit
Anmeldung möglich
Architektur formt mehr als Gebäude. Sie organisiert Bewegung, ordnet Hierarchien und prägt die Erfahrung von Zeit und Raum. Diese These zieht sich durch „Architecton“, den jüngsten Dokumentarfilm von Victor Kossakovsky. Der Regisseur porträtiert den italienischen Architekten Michele De Lucchi, dessen Werk vom Glauben an das Gute im Menschen getragen wird und der die Folgen des modernen Bauens mit wachsender Ernüchterung beobachtet.
Im Zentrum steht der Stein. Seine Geschichte beginnt im Berg und endet auf der Halde, wo der Schutt jüngst eingestürzter Häuser liegt. Mit aufwendig komponierten Bildern aus Steinbrüchen, von Tempelanlagen und aus Erdbebenregionen entwirft Kossakovsky ein Essay über die Hybris des Bauens und stellt die Frage, warum manche Bauten Jahrtausende überstanden haben, während moderne Hochhäuser ihre Lebensdauer in Jahrzehnten messen. Antike Ruinen, oft in entlegenen Landschaften, stehen dem entgegen: stumme Zeugen einer Bauweise, die mit dem Material rechnete statt gegen es. Wenn De Lucchi spricht, klingt das, was der Film den Krieg des Menschen gegen die Natur nennt, als Beobachtung eines Praktikers, der die eigene Profession nicht mehr unschuldig denken kann.
Der Filmabend zeigt „Architecton“ und lädt im Anschluss zum Gespräch über die Verantwortung des Bauens in einer Region, die ihre eigene industrielle Geschichte vor Augen hat.
In Kooperation mit Attac Essen.
| Kursnr. | 262.1A060N |
| Beginn | Di., 08.12.2026, 18:00 - 19:30 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort | VHS, Raum U.01 (Großer Saal) |
| Entgelt | 0,00 € |
| Kursleitung |
|
| Fragen zu Anmeldung, Ermäßigung, Auskünfte zu freien Kursplätzen |
Annette Volmer +49 201 88 43102 annette.volmer@vhs.essen.de |
| Inhaltliche Beratung | Nikolaos Georgakis +49 201 88 43215 nikolaos.georgakis@vhs.essen.de |
VHS, Raum U.01 (Großer Saal)
Burgplatz 145127 Essen