Widerstand und Verfolgung in Essen: Gedenkspaziergang durch die Innenstadt
Anmeldung möglich
Das Argument, von nichts gewusst zu haben, hält sich seit acht Jahrzehnten hartnäckig. Die Forschung hat es vielfach widerlegt: Verhaftungen, Misshandlungen und öffentliche Demütigungen geschahen auf den Straßen Essens, im Blickfeld einer Stadtgesellschaft, die sich mehrheitlich anpasste, mitmachte oder schwieg. Margret Rest geht diesen Spuren auf einem Spaziergang durch die Innenstadt nach, und sie folgt der These, dass die nationalsozialistische Verfolgungspolitik als Teil des Alltags stattfand, sichtbar für jeden, der hinsehen wollte.
Die Stationen der Route sind sorgfältig ausgewählt. Wohnhäuser verfolgter Juden sowie Angehöriger der Sinti und Roma; ein Zwangsarbeiterlager mitten in der Stadt; der Ort der Essener Bücherverbrennung; dazu Erinnerungspunkte des Arbeiterwiderstands. Diese Anordnung zeigt, wie eng Verfolgung und Auflehnung räumlich verzahnt waren. Der Rundgang verzichtet auf historische Vereinfachung. Margret Rest rekonstruiert konkrete Biografien und benennt die Mechanismen der Zwangsarisierung, also die systematische Enteignung jüdischen Eigentums durch staatliche und private Akteure. Vermerkt werden auch jene mutigen Helferinnen und Helfer, die Verfolgte versteckten oder warnten und damit existenzielle Risiken eingingen.
Der Gedenkspaziergang verbindet Lebensgeschichten mit der Topografie der Stadt. Wer profitierte von den Enteignungen? Welche Gesichter hatten die Täter, welche Namen die Opfer? Antworten ergeben sich unterwegs, vor Häusern, die heute schweigen.
Der genaue Startpunkt wird Ihnen mit der Anmeldebestätigung zugeschickt.
In Kooperation mit dem VVN-BdA Essen
| Kursnr. | 262.1B012N |
| Beginn | Sa., 10.10.2026, 11:00 - 13:30 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort | Treffpunkt wird mit der Anmeldung bekannt gegeben |
| Entgelt | 0,00 € |
| Kursleitung |
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| Fragen zu Anmeldung, Ermäßigung, Auskünfte zu freien Kursplätzen |
Annette Volmer +49 201 88 43102 annette.volmer@vhs.essen.de |
| Inhaltliche Beratung | Nikolaos Georgakis +49 201 88 43215 nikolaos.georgakis@vhs.essen.de |