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Das philosophische Gespräch: In Putins Kopf

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Wladimir Putins Angriffskrieg auf die Ukraine hat viele überrascht. Dabei waren seine Ziele schon viel länger erkennbar und sie haben ihre ideengeschichtlichen Wurzeln, schreibt Michel Eltchaninoff. Mit „In Putins Kopf“ hat der französische Philosoph ein ungemein wichtiges Buch vorgelegt. Denn: Wer Russlands neuen, aggressiven Nationalismus verstehen will, muss etwa den 1954 gestorbenen konservativen Philosophen Iwan Iljin lesen. Putin hat es getan, gründlich wie es scheint. In seiner Annexions-Rede am 30. September 2022 zitierte Putin den Philosophen der Unfreiheit. Neben Berdjajew gehört Iljin zu denjenigen Denkern, die Putin nach eigenen Angaben nachhaltig beeinflusst haben. Mit seinem nun in einer aktualisierten Edition erschienenen Buch hat Eltchaninoff den Einfluss dieser Männer auf den Kreml-Herrscher analysiert. Nikolaos Georgakis und Dr. Stefan Schaak nehmen dieses Buch zum Anlass, um sich auf die gefährliche Spurensuche „In Putins Kopf“ zu begeben.
Dr. Schaak hat in Russland gelebt und studiert und verfolgt den Weg Wladimir Putins seit seiner Einsetzung als Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB im Jahre 1998. Seit mehr als 20 Jahren unterrichtet er Russisch und unterstützt heute das Recherchezentrum CORRECTIV bei seiner Berichterstattung über den russischen Krieg in der Ukraine.

"'In Putins Kopf' gibt faszinierende Einblicke ins Denken des russischen Autokraten."
Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse, 13. April 2022

"Der französische Philosoph Michel Eltchaninoff untersucht in einem knappen und lesenswerten Buch die verschiedenen Einflüsse auf die neue russische Staatsideologie, die nun nach langer Suche endlich gefunden scheint."
Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung, 28.4.2016

"Das Buch des französischen Philosophen und Journalisten Michel Eltchaninoff rekonstruiert jetzt akribisch die Readymade-Weltanschauung, die dem Machtmenschen Putin zur Herrschaftslegitimation dient... Eltchaninoff beschreibt präzise die Wandlung Putins vom pseudoliberalen Pragmatiker mit Hang zur Sowjetnostalgie in den frühen Jahren seiner Regentschaft zum zynischen Kriegsherrn und Propagandisten einer neuen großrussischen imperialen Idee. Der Autor stellt die philosophischen Quellen vor, die Putin anzapft und nennt die Figuren, die im die Materialien für sein Denkgebäude zuliefern... "Die philosophischen Quellen des Putinismus, so verschiedenartig sie auch sein mögen, beruhen alle auf zwei Grundtendenzen: der Idee des Imperialismus und der Apologie des Krieges", resümiert Eltchaninoff. Mögen es alle, die sich die Herausforderung durch Putins Russland noch immer kleinreden, zur Kenntnis nehmen - und erschrecken."
Richard Herzinger, Die literarische Welt, 20.2.2016

"Die glänzend geschriebene, scharfsinnige, äußerst kenntnisreiche Untersuchung beschäftigt sich mit den philosophischen und theologischen Grundlagen in Putins Politik. Der Verfasser arbeitet heraus, wie Putin Philosophie und Religion instrumentalisiert und für seine jeweiligen Ziele benutzt."
Jürgen Israel, Publik Forum, 15.4.2016


Kursnr. 231.1C004N
Beginn Mi., 08.02.2023, 18:40 - 20:10 Uhr
Dauer 1 Termin
Kursort VHS, Raum E.11 (Kleiner Saal)
Entgelt 0,00 €
Kursleitung
Dr. Stefan Schaak
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Fragen zu Anmeldung, Ermäßigung,
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  +49 201 88 43102
  annette.volmer@vhs.essen.de
Inhaltliche Beratung Nikolaos Georgakis
  +49 201 88 43215
  nikolaos.georgakis@vhs.essen.de
(c) Tropen Verlag
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Datum
Uhrzeit
Ort
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08.02.2023
Uhrzeit
18:40 - 20:10 Uhr
Ort
VHS, Raum E.11 (Kleiner Saal)

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Burgplatz 1
45127 Essen
Dr. Stefan Schaak
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