Buchpräsentation: Hitlers Gefolgsmann. Robert Ley – mein Großvater, der Kriegsverbrecher
Am Dienstag, 2. Juni, liest Axel Spilcker um 18 Uhr in der VHS aus seinem Buch über den nationalsozialistischen Kriegsverbrecher Robert Ley.
Robert Ley zählte zu den 24 Hauptangeklagten im Nürnberger Prozess gegen die Kriegsverbrecher. Als Reichsorganisationsleiter der NSDAP und Leiter der Deutschen Arbeitsfront hatte er eines der größten Machtimperien des NS-Staates aufgebaut. Sein Enkel Axel Spilcker legt nun die erste umfassende Biografie dieses Täters vor – geschrieben aus der Perspektive der Familie. Das Buch stützt sich auf unveröffentlichte Memoiren, private Korrespondenz und Dokumente aus Familienbesitz. Es zeichnet den Aufstieg eines Chemikers aus dem Rheinland nach, der zum engen Vertrauten Adolf Hitlers wurde. Es beschreibt Leys Ehen mit zwei Frauen, deren Leben in Tragödien endeten. Inga Ley, gefeierte Sopranistin und NS-Vorzeigefrau, nahm sich sogar 1942 das Leben. Auch Robert Ley beging 1945 in seiner Zelle Selbstmord. Spilcker porträtiert auch seinen Vater Wolf (geb. Ley, später Spilcker), der am Erbe zerbrach, und seine Tante Renate Wald (geb. Ley), eine anerkannte Wissenschaftlerin, die den Großvater bis zuletzt verteidigte. Er analysiert die Strategien, mit denen die Nachkommen das Stigma zu bewältigen suchten.
Der Eintritt ist frei.
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