Die Stahlkirche in Essen-Holsterhausen

Vortrag am Donnerstag, 24. September, um 18 Uhr über den berühmten Kirchenbau und den Architekten Otto Bartning.

Manche Bauwerke überdauern Jahrhunderte und geraten trotzdem in Vergessenheit. Andere stehen keine dreizehn Jahre und brennen sich dauerhaft in das Gedächtnis einer Stadt ein. Die Stahlkirche von Otto Bartning gehört in die zweite Kategorie.

1930 auf dem Holsterhauser Platz als Melanchthonkirche errichtet, 1942 durch Bomben zerstört, zählt sie heute neben der Zeche Zollverein zu den weltweit bekanntesten Essener Bauwerken des Neuen Bauens.

Bartning entwarf das Gotteshaus im Auftrag des „Evangelischen Volksdienstes“ als Ausstellungsobjekt für die Kölner Pressa von 1928, eine Presseausstellung mit Millionenpublikum. Stahl und Glas bildeten das Grundgerüst, die gesamte Konstruktion war zerlegbar und transportabel. Sakralarchitektur als industrielles Produkt: Das war 1928 eine Provokation. Nach dem Ende der Pressa verhandelte das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-West, bis die „Pressa-Kirche“ den Weg nach Essen fand.

Robert Welzel gehört dem Vorstand des Historischen Vereins für Stadt und Stift Essen an. Er publiziert und referiert regelmäßig zur Essener Stadt- und Architekturgeschichte.

Eintritt frei. Zur Anmeldung geht es hier.

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