Vortrag: Warum Utopien keine bloße Schwärmerei sind

Lässt sich eine gerechtere Gesellschaft denken, ohne in naive Tagträumerei zu verfallen? Der Philosoph und Pädagoge Peter Leitzen geht der produktiven Kraft des utopischen Denkens auf den Grund: 21.09.2026, 18.30 Uhr, VHS Essen, Eintritt frei.

Utopien haben in gesellschaftlichen wie philosophischen Debatten seit jeher einen schweren Stand. Allzu schnell steht der Verdacht der Realitätsblindheit im Raum. Doch sind die großen Entwürfe einer anderen Welt wirklich nur weltfremdes Wunschdenken? Peter Leitzen verfolgt die These, dass utopisches Denken in unserer Kulturgeschichte vor allem eines war: ein entscheidender Motor für Fortschritt, Kritik und gesellschaftlichen Wandel.

Viele Jahre unterrichtete Peter Leitzen die Fächer Philosophie, Sozialwissenschaften, Pädagogik und Politik. In seinem Vortrag beleuchtet er das begriffliche Spannungsfeld zwischen dem antiken Ou-topos (dem ewigen „Nicht-Ort“) und Ernst Blochs Idee des Vorgriffs auf eine Wirklichkeit, die noch keinen Raum hat, ihn aber beansprucht. Wie tragfähig sind historische Zukunftsvisionen für die Krisen der Gegenwart? Im Anschluss an den Vortrag diskutiert Leitzen mit den Teilnehmenden.

Eintritt frei.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung unter vhs.link/262Utopien .

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