Vortrag: Klima, Kosten, Klage

In der VHS geht es am Donnerstag, 17. September, ab 19 Uhr, um das Verursacherprinzip im Kontext der Klimakrise.

Das Verursacherprinzip gehört zu den ältesten Regeln des Zivilrechts: Wer Schaden anrichtet, haftet dafür. Auf die Klimakrise angewandt wirft es eine ungewohnte Frage auf. Sollen Industriekonzerne, deren Geschäftsmodell maßgeblich zur Erderwärmung beigetragen hat, für deren Folgen einstehen? Der Vortrag von Karin Zennig behandelt diese Frage am Beispiel Pakistans. Dort haben 39 Bäuerinnen und Bauern Klage eingereicht. Sie ziehen RWE und Heidelberg Materials vor deutsche Gerichte. Anlass sind die Überschwemmungen, die im 2022 ein Drittel Pakistans unter Wasser setzten. Über 1.700 Tote, 33 Millionen Obdachlose, zerstörte Felder und ruinierte Existenzen. Wissenschaftliche Studien führen die Wucht der Niederschläge auf die globale Erwärmung zurück. Begleitet wird die Klage von medico international und dem European Center for Constitutional and Human Rights. Beide verstehen den Prozess als Beitrag zur Klimagerechtigkeit. Eine Veranstaltung in Kooperation mit medico international, Attac Essen, den Mahnwachen Essen und Extinction Rebellion.

Der Eintritt ist frei. Die Möglichkeit zur Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier .

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