Alfred Fischer und das Neue Bauen in Bredeney
Robert Welzel erinnert am Freitag, 4. Dezember, ab 18 Uhr, an den einflussreichen Essener Architekten Alfred Fischer.
Das Kriegerdenkmal, die Villen Kern und Sachsse, das Grashof-Gymnasium – Alfred Fischer hinterließ in Bredeney, wo er auch lange wohnte, eine Art komprimiertes Werkverzeichnis. Wer die Bauten nebeneinander liest, versteht, wie sich eine Architektursprache zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik verwandelt. Der Vortrag stellt das Gesamtwerk von Alfred Fischer vor, der als Direktor der Essener Handwerker- und Kunstgewerbeschule von 1911 bis 1933 großen Einfluss auf die künstlerische Entwicklung der Stadt nahm. Als Architekt firmierte Fischer unter „Alfred Fischer-Essen“. Schon vor dem Ersten Weltkrieg fand er zu einer betont sachlichen Formensprache. In den 1920er und frühen 1930er Jahren verdichtete sie sich: helle Fassaden, flache Dächer, Fensterbänder, lange Balkons und Terrassen. Sein großes Meisterwerk ist das heutige Grashof-Gymnasium, das als Bredeneyer Lyzeum von ihm entworfen wurde. Es gilt als eines der radikalsten und bedeutendsten Beispiele der Neuen Sachlichkeit in Essen.
Der Kursleiter Robert Welzel gehört dem Vorstand des Historischen Vereins für Stadt und Stift Essen an. Eintritt ist frei. Die Möglichkeit zur Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier.