Fachtag: Antimuslimischer Rassismus als demokratische Herausforderung
Am 1. Juli, ab 16:30 Uhr, bietet die VHS gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum Essen Vorträge und Diskussionsrunden rund um aktuelle Forschungsergebnisse sowie Vorurteile im Alltag und ihre Folgen.
Wer als muslimisch wahrgenommen wird, stößt im Alltag oft auf Vorbehalte: bei der Wohnungssuche, im Beruf, im alltäglichen Miteinander. Solche Erfahrungen mindern Chancen und belasten das Zusammenleben in der Stadt. Ein Fachtag der Volkshochschule (VHS) Essen geht dem am Mittwoch, 1. Juli, ab 16:30 Uhr im Haus am Burgplatz nach. Er trägt den Titel „Antimuslimischer Rassismus als demokratische Herausforderung. Aktuelle Befunde, gesellschaftliche Zusammenhänge und Handlungsperspektiven vor Ort“.
In Vorträgen und Diskussionen fragen Fachleute, woher die Vorbehalte kommen, wie sie sich in Behörden, Schulen und Medien festsetzen und was sich vor Ort dagegen tun lässt. Das betrifft Musliminnen und Muslime ebenso wie Menschen, die nur für muslimisch gehalten werden. Die Veranstaltung entsteht in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Essen.
„Antimuslimischer Rassismus zeigt sich selten als offene Feindseligkeit“, sagt Nikolaos Georgakis, Programmbereichsleiter für Politik und Gesellschaft an der VHS. „Er steckt in Blicken, in Bemerkungen, in Absagen, die nie begründet werden. Eine Stadt wie Essen kann es sich nicht leisten, Mitbürgerinnen und Mitbürger auszugrenzen. Vor allem menschlich nicht“.
Der Fachtag richtet sich an Beschäftigte aus Schulen und sozialer Arbeit ebenso wie an alle Interessierten.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist bis Montag, 29. Juni, erforderlich und hier möglich.