Denken ohne Geländer und die Liebe zur Welt

Am Donnerstag, 17. September, ab 18:30 Uhr, spricht Dr. Ina Schmidt in der VHS über Hannah Arendt.

Hannah Arendt hat sich nie als Philosophin verstanden. Und doch hat sie mit ihrem Denken das ins Zentrum gestellt, worum es der Philosophie geht: die Liebe zur Welt. Sie wollte sich einmischen, Stellung beziehen und rückte damit ein sehr persönliches Denken an die Stelle dessen, was in der Philosophie häufig unter abstrakten Theorien verschüttet bleibt. Mit diesem Anliegen ist das Denken Hannah Arendts ein hochaktuelles: Wie lernen wir es, wieder selbst zu denken? Was bedeutet ein solches Denken ohne Geländer für unser Handeln? Wie verändert sich die Welt, wenn ich sie mit meinen eigenen Augen sehe? Sie wird größer, reicher und vielfältiger – vielleicht auch unverständlicher, aber es lohnt sich, diesen Blick zu wagen, um neue Perspektiven zu entwickeln und mit Hannah Arendt „sich selbst immer wieder ein Anfang zu sein“. Den Vortrag hält Dr. Ina Schmidt, Kulturwissenschaftlerin und Gründerin von denkraeume.net, einer Initiative zur Vermittlung philosophischer Praxis. Ihr Buch „Wofür es sich zu denken lohnt. Ein philosophischer Wegweiser für unsichere Zeiten“ erschien 2025 im Rowohlt Verlag. Der Eintritt ist frei.

Die Möglichkeit zur Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier.

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